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16.11.14 –
Lärm wird von immer mehr Menschen als eine Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität betrachtet. In einer Pressemitteilung des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums heißt es:
"In Nordrhein-Westfalen sind etwa 1,4 Millionen Menschen gesundheitsschädlichen Lärmpegeln durch den Verkehr ausgesetzt. Häufig gibt es sogar Mehrfachbelastungen durch mehrere Lärmquellen. Schwerwiegende Folgen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafstörungen und Stress. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass Umweltlärm im Westen Europas jedes Jahr zum Verlust von über einer Million gesunden Lebensjahren führt.“
Auch in Rheinberg haben Bürgerinnen und Bürger immer wieder Vorstöße unternommen, um Lärm mittels Verkehrsberuhigungen oder Beschränkungen des belastenden Verkehrs zu mindern.
Der vorhandene Rheinberger Lärmaktionsplan wurde 2009 aufgestellt. Dieser hatte sich ausschließlich mit der A 57 sowie der B 57 und L 137 befasst und war zu dem Ergebnis gekommen, dass nur entlang der B 57 einzelne Gebäude betroffen seien. Konkrete Maßnahmen sind aus ihm nicht hervorgegangen.
Inzwischen sind bundesweit Lärmaktionspläne erstellt worden, die weit über das damals in Rheinberg zugrunde gelegte Anforderungsprofil hinausgehen. Entsprechend dem Runderlass zur Lärmaktionsplanung NRW ist die Stadt Rheinberg auch dazu berechtigt, strengere Grenzwerte zugrunde zu legen. So heißt es auf Seite 2:
"Soweit Gemeinden im Rahmen ihrer kommunalen Planung weitergehende Kriterien verfolgen, können sie diese der Lärmaktionsplanung zugrunde legen."
Die Grüne Fraktion hat in einer Arbeitsgruppe Verkehr, an der auch interessierte BürgerInnen teilgenommen haben, diese Thematik aufgegriffen. Mit fachkundiger Unterstützung von Jörg Neumann, der sich seit vielen Jahren für mehr Lärmschutz engagiert, wurde ein Antrag ausgearbeitet mit dem Ziel, einen neuen verbesserten Lärmaktionsplan für Rheinberg aufzustellen - vergleichbar den vorbildlichen Plänen in Alpen und Geldern.
Dieser sollte folgende Schwerpunkte enthalten:
Denn, um noch einmal die Pressemitteilung des NRW-Umweltministeriums zu zitieren: „Weniger Lärm bedeutet Gesundheitsschutz, mehr Lebensqualität, geringere Kosten und zeigt zahlreiche positive ökonomische, ökologische und soziale Effekte. Die Minderung von Verkehrslärm nutzt somit sowohl dem Einzelnen als auch der Gesellschaft.“
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