Was Jugendliche von der Politik halten

Die Rheinberger Grünen möchten heute im „Zuff“ ins Gespräch mit jungen Leuten kommen. Die RP hat Schüler befragt.

16.09.14 – von Quelle: Rheinische Post, 15.9.2014 –

Die Rheinberger Grünen möchten heute im „Zuff“ ins Gespräch mit jungen Leuten kommen. Die RP hat Schüler befragt.

Die Rheinberger Bündnisgrünen richten heute Abend ab 19 Uhr im Jugendzentrum „Zuff“ an der Xantener Straße 99 eine öffentliche Fraktionssitzung ab (die RP berichtete). Die Partei möchte herausfinden, wie man Jugendliche für Kommunalpolitik begeistern und gewinnen kann. Die RP nahm dies zum Anlass, Schüler im Alter von 15 bis 16 Jahren zum Thema Kommunalpolitik zu befragen.

Zum Beispiel Elisa Culp (16) aus Rheinberg, Schülerin der Stufe elf des Amplonius-Gymnasiums. Sie sagt: „Ich glaube schon, dass Kommunalpolitik wichtig ist. Sie ist für mich aber eher zweitrangig, da ich in meiner Freizeit sehr viel anderes zu tun habe. Man könnte jedoch an Schulen auch außerhalb des Sozialkundeunterrichts mehr über das politische Geschehen aufmerksam machen.“

Ihr Mitschüler, Jonas Török aus Borth hat bereits eine Infoveranstaltung vor den Kommunalwahlen besucht, bei der sich Politiker der verschiedenen Parteien vorstellten. „Das, was die Politiker dort gesagt haben, war zwar interessant, aber wir hatten nach einiger Zeit das Gefühl, dass uns immer das Gleiche erzählt wurde“, sagt Jonas. Ein Treffen wie heute im „Zuff“ würde er eher nicht besuchen. „Wenn ich mich über politische Themen informieren will, nutze ich meistens das Internet, obwohl man dort nur selten genügend Auskunft erhält“, so der 16-Jährige.

Mika Heckers (15), ein Schüler der neunten Klasse der Rheinberger Realschule, ist der Meinung: „Ich habe das Gefühl, dass die umliegenden Ortschaften von Rheinberg vernachlässigt werden, wenn es darum geht, Bürger über aktuelle politische Themen aufzuklären. Deshalb wäre es nicht schlecht, auch von der Schule aus regelmäßig über Kommunalpolitik informiert zu werden.“ Kaum ein Jugendlicher gehe freiwillig zu einer politischen Veranstaltung - außer sie werde interessant aufgemacht.

Jannis Emunds aus der zehnten Klasse findet: „Jugendliche werden von der Politik nicht außen vor gelassen, sie zeigen selbst nur zu wenig Interesse an Politik“. Er selbst werde, sobald er 16 Jahre alt ist, auf jeden Fall bei den Kommunalwahlen wählen gehen. „Ich würde eine solche politische Sitzung, wie die der Grünen besuchen“, erzählte der 15-jährige Realschüler zudem.

Auch seine Mitschülerin Dana Kellermann (15) zeigte sich interessiert an der Fraktionssitzung heute Abend. Sie meint auch: „Rheinberg ist zwar keine große Stadt, hat aber sehr viele Jugendliche, die leider in andere, größere Städte wie Moers oder Duisburg ausweichen müssen, um etwas zu erleben.“ Deshalb ist sie der Auffassung, dass Jugendliche sich mehr daran beteiligen sollten, das Geschehen in ihrer Heimatstadt aktiver mitzugestalten. Beispielsweise, um Jugendzentren wie das „Zuff“ in Rheinberg zu erhalten. „Ich glaube, man kann viel aus dem ,Zuff? machen, denn es hat sehr viel Potenzial.“

Den Vorschlag der Grünen, die Schülersprecher der verschiedenen Rheinberger Schulen einzuladen, mit beratender Stimme am Jugendhilfeausschuss teilzunehmen, finden alle befragten Schüler sehr gut, da Jugendliche so die Möglichkeit haben, ihre Ideen und Ansichten in die Politik zu äußern. Außerdem würde man den jungen Erwachsenen das Gefühl geben, eingebunden zu sein, was das Interesse an derartigen Veranstaltungen fördere.

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