Weitere Logistikfläche in Rheinberg?

Auf dem 3,8 Hektar großen Gewerbegrundstück südlich der Underbergverwaltung und des Amazon-Ergänzungsparkplatzes an der Alte Landstr. bis zur Einmündung der Hubert-Underberg-Str. prangt seit kurzem ein großes Werbeplakat der Firma GARBE Industrial Real Estate aus Hamburg (siehe Bild unten), die offenbar vom Eigentümer des Grundstücks beauftragt wurde, dafür Mieter für rd. 22.000 qm weitere Logistik- und Lagerflächen zu suchen.

Da jetzt schon immense ungelöste Probleme mit dem LKW-Verkehr (fahrend und parkend) rund um das Amazon-Logistikzentrum bestehen (siehe auch aktuelle Ausgabe der StattNachrichten, Seite 4) und die Firma für das seit Jahrzehnten unbebaute Grundstück im Exposé damit wirbt, dass das Grundstück für ein Gefahrstofflager auch mit der höchsten Wassergefährdungsklasse (WGK III) geeignet sei und binnen 1 Jahr ab Vertragsunterzeichnung fertiggestellt werden könne, hat unsere Fraktion bei der Verwaltung nachgefragt, ob das stimme, dies noch immer so gewollt sei und gegebenenfalls auch jetzt noch vorsorglich Beschränkungen definiert werden können, weil die bisherigen Festlegungen, die vor vielen Jahren erfolgt sein müssten, mittlerweile durch die Entwicklung auf allen Nachbarflächen überholt bzw. Ziele erfüllt sind.

Hier ist grüne Wachsamkeit gefordert.

Aktion gegen den Lärm

„Weniger Lärm bedeutet Gesundheitsschutz, mehr Lebensqualität, geringere Kosten und zeigt zahlreiche positive ökonomische, ökologische und soziale Effekte. Die Minderung von Verkehrslärm nutzt somit sowohl dem Einzelnen als auch der Gesellschaft.“ (aus einer Pressemitteilung des ehemaligen GRÜNEN NRW-Umweltministers Remmel)

01.12.18 –

„Weniger Lärm bedeutet Gesundheitsschutz, mehr Lebensqualität, geringere Kosten und zeigt zahlreiche positive ökonomische, ökologische und soziale Effekte. Die Minderung von Verkehrslärm nutzt somit sowohl dem Einzelnen als auch der Gesellschaft.“ (aus einer Pressemitteilung des ehemaligen GRÜNEN NRW-Umweltministers Remmel)

Vor 4 Jahren hatte die GRÜNE Fraktion den Antrag eingebracht, den aus dem Jahr 2009 stammenden Lärmaktionsplan gründlich zu überarbeiten und die Lärmbetroffenheit im gesamten Stadtgebiet ins Auge zu fassen.

Nun endlich sind die notwendigen Daten gesammelt und der neue Lärmaktionsplan liegt im Entwurf vor.

Er wird vom 21. November 2018 bis 31. Januar 2019 im Stadthaus öffentlich ausgelegt und die Rheinberger BürgerInnen haben die Möglichkeit, ihn einzusehen und Stellungnahmen abzugeben.

Das Fachbüro, das mit der Erstellung beauftragt worden war, hat 3 zusammenhängende Lärmschwerpunkte ermittelt:

  • die Bahnhofstraße zwischen Außenwall und Bahnübergang
  • die Moerser Straße im Bereich Winterswick
  • die Weseler Straße (B58) zwischen Borther Straße und Alfredstraße

Wie wir immer wieder von betroffenen BürgerInnen hören, nervt zu großer Lärm aber auch in vielen anderen Bereichen Rheinbergs. Warum ergeben sich für das Fachbüro nur so wenige Lärmschwerpunkte?

Wer sich ins Dickicht geltender deutscher Grenz-, Richt- und Orientierungswerte begibt, kann leicht den Überblick verlieren. In NRW muss für die Aufstellung eines Lärmaktionsplans und für Maßnahmen gegen Lärm ein Pegel von größer 70 dB(A) am Tag bzw. von größer 60 dB(A) in der Nacht in reinen Wohngebieten vorliegen.

Allerdings sind Lrämsanierungen unter anderem in reinen Wohngebieten auch unterhalb dieser Pegel sinnvoll.

Die GRÜNE Fraktion hat in den vergangenen Jahren immer wieder Maßnahmen zur Lärmminderung in den Wohnbereichen angeregt und gefordert. So haben wir für den Bereich Winterswick den Einbau von Flüsterasphalt oder eine Geschwindigkeitssenkung auf 50 km/h gefrodert, in den Wohngebieten der verschiedenen Ortsteile Rheinbergs eine Reduzierung auf Tempo 30 oder das Heraushalten von LKW aus den Wohngebieten.

Wir werden da weiter am Ball bleiben. Hilfreich wäre aber, wenn die von Lärm betroffenen BürgerInnen ihre Meinung zum Lärmaktionsplan im Stadthaus äußern würden. Noch ist Zeit.

 

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